Über 2000 Medaillen in 30 Jahren

Es ist eine stolze Bilanz, mit der das Leistungsteam des Mittelfränkischen Schützenbundes, die Rot-Weiß Schützen (RWS), nach dreißig Jahren aufwarten kann: Bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Titelkämpfen auf Deutscher- und Landesebene erkämpften sich die Sportschützen des Bezirks Mittelfranken 2025 Podiumsplätze.

Doch auch als Team  wussten die Rot-Weißen zu überzeugen:  Die Schützlinge   von „Mister-RWS“, Günther Reizammer,  gewannen insgesamt neun Mal den Pokal des Deutschen Sportschützenbundes, eine im Frankenland  äußerst begehrten Trophäe.

Aus der Taufe gehoben wurde die RWS 1986: An der Spitze des Bezirks stand der im Oktober 2016 verstorbene Erlanger Hans Seeberger. Die sportlichen Belange oblagen einem seiner späteren Nachfolger, Manfred Schönecker. Das Amt des ersten Schützenmeisters übte in den ersten elf Jahren von RWS Rainer Lösch aus.

Im Verlauf von drei, überaus erfolgreichen  Jahrzehnten einer der erfolgreichsten „Sportfamilien Deutschlands“, gab es –  zumindest was die Belange der Nachwuchsarbeit  betrifft – situations- und altersbedingt – mancherlei personelle  Veränderungen.  Einer blieb jedoch vom ersten bis zum heutigen Tag: Der Chef und Motor der Truppe, Günther Reizammer aus Wilhermsdorf.

„Ohne Günther“, so war man sich bei der 30 – Jahrfeier  einig, „stünde die RWS längst nicht so da, wie heute“. Reizammer trainiert mit der Jugend, organisiert die Vorbereitungslager für die Meisterschaften  sowie Wettkämpfe und hat zu guter Letzt vor gut einem Jahr auch noch die Aufgaben des ersten Schützenmeisters übernommen.

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zeigte sich jedoch auch, dass sich der RWS-Schützenmeister auf seine Mannschaft, in der sich zahlreiche, aus dem Leistungsteam hervorgegangene, erfahrene Schützen wiederfinden, verlassen kann: An rund einem dutzend, auf ganz Mittelfranken verteilten Stützpunkten,  geben  zwanzig Trainer ihr Wissen an die Schützenjugend des Bezirks weiter.

Der sportlichen Resultate spiegeln wider, dass die dort geleistete Arbeit passt. Erfolgreichster Verein, aus Sicht des von Reizammer erstellten Medaillenspiegels, ist, mit 136 gewonnenen Medaillen, der SV Petersaurach (Gau Ansbach), gefolgt vom SV Tauberfeld (131/Gau Eichstätt) und dem SSV Mitteleschenbach (113/Gau Hesselberg).

Der SV Petersaurach sammelte die meisten Medaillen für die Rotweißen: Schützenmeister Friedrich Schröder konnte sich der anerkennenden Worte Reizammers für die Nachwuchsarbeit in seinem Verein sicher sein.

Der SV Petersaurach sammelte die meisten Medaillen für die Rotweißen: Schützenmeister Friedrich Schröder konnte sich der anerkennenden Worte Reizammers für die Nachwuchsarbeit in seinem Verein sicher sein.

Die meisten Einzel- und Mannschaftstitel sammelten die viele Jahre für den SV Petersaurach in der Luftgewehr Bundesliga schießenden Julia Ziegler (70/Neumarkt) und Sebastian Hahn (61/Weihenzell) sowie der Windsbacher Sebastian Moises (59).

Sechs der zehn erfolgreichsten RWS – Schützen aller Zeiten: von links: Günther Reizammer, Julia Hildebrand, Franz Thiermeyer, Sebastian Hahn, Florian Finsterer, Rene Neudecker und Maren Prediger

Sechs der zehn erfolgreichsten RWS – Schützen aller Zeiten: von links: Günther Reizammer, Julia Hildebrand, Franz Thiermeyer, Sebastian Hahn, Florian Finsterer, Rene Neudecker und Maren Prediger

Leistungen, welchen die Ehrengäste  des Festabends in Petersaurach im Rahmen ihrer Grußworte  Respekt zollten. Bezirksschützenmeister Gerold Ziegler würdigte den Weitblick des Gründergremiums. Die beiden Schützenmeister  Thomas Stelzig (Gau Fürth) und Karl Meyer (Gau Ansbach)  sicherten den Rot-Weißen ebenso ihre tatkräftige Unterstützung zu, wie  der Jugendleiter des Bezirks Mittelfranken,   Jens Gärtner (Bechhofen)  sowie der Hausherr des Abends, Petersaurachs erster Schützenmeister Friedrich Schröder.

Geschossen wurde am Tag des Jubiläums selbstverständlich auch: Der Tradition folgend, wurde ohne Ausrüstung und mit einem schon historischen Seitenspanner der Schützenkönig der Rotweißen ermittelt.

Die Würde ging an Franziska Ramspeck (Mitteleschenbach). Auf den Plätzen zwei und drei landeten Maren Prediger (Petersaurach)  und Julia  Hildebrand (ehemals Ziegler/Neumarkt).

Bericht in der FLZ zum 30jährigen RWS-Jubiläum

Bericht in der FLZ zum 30jährigen RWS-Jubiläum

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